Calendula-Urtinktur - ein Wundheilungsmittel aus der Natur

Ringelblume (Calendula)

Die wundheilungsfördernde Wirkung der Ringelblume (Calendula) ist seit vielen Jahrhunderten bekannt. Sie ist ein hilfreiches Mittel zur guten Heilung (mit der Bildung von erstaunlich schönen Narben), Vermeidung von Infektionen und einer späteren Eiterung von Wunden. Auch kann sie zur Behandlung oberflächlicher Verbrennungen eingesetzt werden.

 

Ich habe bei mir selbst und bei vielen Patienten so gute Erfahrungen damit gemacht, dass ich Ihnen gerne die Anwendung der Ringelblumentinktur näher erläutern möchte:

 

Äußere Anwendung (immer verdünnt: 10 Tropfen 1%ige Calendula-Urtinktur auf 50ml Wasser):

  • Wunddesinfektion und Wundbehandlung: Auswaschen der Wunde mit Wasser, Wundreinigung immer von der Mitte der Wunde nach außen, damit keine zusätzlichen Verunreinigungen ins Wundinnere gelangen. Nach der Reinigung der Wunde einen Verband mit (wie oben beschrieben) verdünnter Calendula-Lösung auflegen. Diese Behandlung stillt die Blutung, beugt Infektionen vor und begünstigt die Wundheilung ohne überschießende Narbenbildung wie nach den üblichen Antiseptika. Der Verband sollte nicht zu oft gewechselt werden, weil sonst der Heilungsprozess unterbrochen werden kann. Besser ist es, die Wunde durch wiederholtes Beträufeln des Verbandes mit Calendula-Lösung feucht zu halten. Ein feuchtes Milieu fördert die Granulation und Epithelisierung. Diese Vorgangsweise eignet sich auch zur Behandlung von Abszessen.

 

  • Desinfektion nach Zeckenentfernung: Hier kann die Tinktur ausnahmsweise pur (also nicht verdünnt) auf die Zeckenbissstelle aufgetragen werden. Ebenso kann man die Ringelblumentinktur vorsichtig pur auf Herpesbläschen auftragen, was zu einem schnelleren Abheilen führt.

 

  • Infizierte Insektenstiche: Ich habe mehrmals eine Lymphangitis („Blutvergiftung“) ausschließlich durch feuchte Wundauflagen mit verdünnter Calendula-Urtinktur innerhalb weniger Tage abheilen sehen.

 

  • Anwendung bei Entzündungen des Nagels oder des Nagelbetts in Form von Fingerbädern mit verdünnter Ringelblumen-Tinktur. Auch diese heilen in der Regel rasch damit ab. Die Fingerbäder können auch nach Entfernung von tiefsitzenden Dornen und Schiefern angewandt werden, um einer Entzündung vorzubeugen.

 

  • Nicht allergische Konjunktivitis (Bindehautentzündung): Das betroffene Auge mit verdünnter Calendula-Urtinktur (mittels eines sauberen Tuchs oder Wattepads) mehrmals täglich von außen nach innen reinigen.

 

  • Auch bei leichten Verbrennungen kann eine Auflage (mittels eines mit verdünnter Calendula-Urtinktur getränkten Tuchs) Linderung schaffen und zu einer schnelleren Heilung beitragen. Solche Auflagen eignen sich auch zur Behandlung von Hämorrhoiden, Geburtsverletzungen oder Windelausschlägen.

 

 

Innere Anwendung (immer verdünnt: 10 Tropfen 1%ige Calendula-Urtinktur auf 50ml Wasser):

 

  • Entzündungen und Wunden im Mund und Rachenraum: Spülen und Gurgeln z.B. bei Wunden nach Zahnextraktionen und Aphten

 

Es empfiehlt sich ein kleines Fläschchen Calendula-Urtinktur (am besten mit Pipette, das erleichtert das Tropfen) bei Wanderungen, zum Baden oder bei Ausflügen mitzunehmen.

 

Wer Ringelblumen im Garten hat, kann die Tinktur selber herstellen. Sonst erhält man Calendula-Urtinktur in naturheilkundlich orientierten Apotheken oder kann sie z.B. bei der Stadtapotheke Retz bestellen.

 

 

Dr. med. univ.

Elisabeth Kerbl-Seidelberger

 

Ärztin für Allgemeinmedizin

Klassische Homöopathie 

 

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